Vereinbarung über die Arbeitszeiterfassung (VAZ)

Die Arbeitszeiterfassung ist eine Gesundheitsschutzmassnahme. Sie gilt für alle Angestellten der Privatwirtschaft.
Seit dem 1. Januar 2016 sind unter gewissen Bedingungen Ausnahmen dieser Regel möglich:
Ein totaler Verzicht der Arbeitszeiterfassung gilt unter folgenden Bedingungen:

1. Die Bank muss die mit dem Arbeitgeberverband der Banken verhandelte Vereinbarung über die Arbeitszeiterfassung (VAZ) unterzeichnet haben.
2. Betroffene Angestellte müssen jährlich mehr als CHF 120‘000.– verdienen und über eine grosse Arbeitszeitautonomie verfügen.
3. Betroffene Angestellte müssen eine individuelle Vereinbarung unterzeichnen.

Es gibt auch die Möglichkeit der erleichterten Arbeitszeiterfassung. In diesem Fall wird nur das Total der Arbeitsstunden erfasst. Beginn, Ende oder Pausen müssen nicht erfasst werden. Die erleichtere Arbeitszeiterfassung gilt unter folgenden Bedingungen:

1. Die Bank hat die VAZ unterzeichnet oder mit der Personalkommission eine Vereinbarung verhandelt, die in diesem Sinne ist.
Betroffene Angestellte müssen über eine grosse Arbeitszeitautonomie verfügen.

• VAZ Deutsch 2016
• VAZ Englisch 2016

Download
Anhörung zur Änderung der Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz (ArGV1): Stellungnahme des SBPV (Brief an das SECO)
Weisung des SECO (Dezember 2013)
Modalitäten der Arbeitszeiterfassung (Ergänzung zur Weisung)
Merkblatt Arbeitszeitaufzeichnung
Artikel von Denise Chervet
Interview Denise Chervet in VPOD Zeitung Dezember 2012
Das Pilotprojekt „Vertrauensarbeitszeit“ wurde im Dezember 2011 beendet.
Der Schlussbericht stützt sich auf die von Arbeitsinspektoren durchgeführte Kontrollen bei den am Pilotprojekt beteiligten Banken und auf eine Studie über die Wirkung der Vertrauensarbeitszeit.
Das SECO sieht folgende Massnahmen vor:
Die Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz wird mit einem Artikel ergänzt, der die kontrollierte Lockerung der Arbeitszeiterfassung unter gewissen Bedingungen zulässt. Der Artikel wird 2012 dem Bundesrat zur Konsultation unterbreitet.
Die Sozialpartner erarbeiten Bedingungen (Kontrolldispositiv) für eine Übergangslösung, die bis Ende 2012 für die am Pilotprojekt beteiligten Banken gilt, und sie von der systematischen Erfassung der Arbeitszeit befreit.
Gewerkschaften wie Arbeitgeber sind sehr skeptisch gegenüber dem Vorschlag des SECO – aber aus unterschiedlichen Gründen: die Gewerkschaften befürchten eine Abschwächung der Arbeitszeiterfassung in allen Branchen und die Arbeitgeber wollen die Arbeitszeiterfassungspflicht in allen Branchen abschaffen.
Forderungen SBPV
Der SBPV ist seit Beginn der Diskussionen Mitglied der Kommission. Seine Position ist klar: Die Arbeitszeiterfassung ist für die Angestellten wichtig, damit sie die Kontrolle über ihre Arbeits- und Privatzeit behalten und Überstunden für die Auszahlung oder Kompensation belegen können. Eine gesetzliche Regelung ist wichtig, sie muss aber auch kontrolliert werden. Er pocht denn auch auf folgende Punkte:
• Es darf keine pauschale gesetzliche Lockerung der Arbeitszeiterfassung stattfinden. Eine Ausnahmeregelung muss zwischen den externen Sozialpartnern (Bsp. SBPV) verhandelt und im Gesamtarbeitsvertrag aufgeführt werden.
• Eine minimale Dokumentationspflicht soll weiterhin gelten.
• Die Kontrolle über die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes soll in Zukunft ein paritätisch zusammengestelltes Kontrollorgan vornehmen und nicht kantonale Arbeitsinspektoren.

Das Pilotprojekt „Vertrauensarbeitszeit“ wurde im Dezember 2011 beendet.

Der Schlussbericht stützt sich auf die von Arbeitsinspektoren durchgeführte Kontrollen bei den am Pilotprojekt beteiligten Banken und auf eine Studie über die Wirkung der Vertrauensarbeitszeit.

Das SECO sieht folgende Massnahmen vor:

Die Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz wird mit einem Artikel ergänzt, der die kontrollierte Lockerung der Arbeitszeiterfassung unter gewissen Bedingungen zulässt. Der Artikel wird 2012 dem Bundesrat zur Konsultation unterbreitet.

Die Sozialpartner erarbeiten Bedingungen (Kontrolldispositiv) für eine Übergangslösung, die bis Ende 2012 für die am Pilotprojekt beteiligten Banken gilt, und sie von der systematischen Erfassung der Arbeitszeit befreit.

Gewerkschaften wie Arbeitgeber sind sehr skeptisch gegenüber dem Vorschlag des SECO – aber aus unterschiedlichen Gründen: die Gewerkschaften befürchten eine Abschwächung der Arbeitszeiterfassung in allen Branchen und die Arbeitgeber wollen die Arbeitszeiterfassungspflicht in allen Branchen abschaffen.

Forderungen SBPV

Der SBPV ist seit Beginn der Diskussionen Mitglied der Kommission. Seine Position ist klar: Die Arbeitszeiterfassung ist für die Angestellten wichtig, damit sie die Kontrolle über ihre Arbeits- und Privatzeit behalten und Überstunden für die Auszahlung oder Kompensation belegen können. Eine gesetzliche Regelung ist wichtig, sie muss aber auch kontrolliert werden. Er pocht denn auch auf folgende Punkte:

  • Es darf keine pauschale gesetzliche Lockerung der Arbeitszeiterfassung stattfinden. Eine Ausnahmeregelung muss zwischen den externen Sozialpartnern (Bsp. SBPV) verhandelt und im Gesamtarbeitsvertrag aufgeführt werden.
  • Eine minimale Dokumentationspflicht soll weiterhin gelten.
  • Die Kontrolle über die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes soll in Zukunft ein paritätisch zusammengestelltes Kontrollorgan vornehmen und nicht kantonale Arbeitsinspektoren.