Ja zur Altersreform 2020

24. August 2017

Die Delegiertenversammlung und der Vorstand SBPV haben zur Altersreform 2020 Stellung genommen. Beide Instanzen empfehlen, die Reform anzunehmen.
SBPV – politisch unabhängig, aber aktiv zu Gunsten seiner Mitglieder
Der SBPV «bezweckt die Vertretung und Förderung der beruflichen, wirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen und kulturellen Belange seiner Mitglieder sowie die Wahrung der Solidarität. Der SBPV ist parteipolitisch unabhängig und konfessionell neutral.» (Art. 2 der Statuten)
Gemäss den Statuten und dem Willen seiner Mitglieder gehört der SBPV keiner Partei an und betreibt keine Parteipolitik. Die Vorstandsmitglieder wie auch die Angestellten wahren die politische Unabhängigkeit, wie sie in den Statuten steht. Zudem ist die politische Vielfalt auf allen Stufen vertreten und stellt so einen wirksamen Schutz gegen Gefahren einer parteipolitischen Zugehörigkeit dar.
Indes, der SBPV ist nicht neutral. Sein Ziel ist es, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten und nimmt Stellung, sofern die Interessen der Angestellten direkt oder besonders von einem Thema betroffen sind. Der Vorstand des SBPV erachtete dies als zutreffend im Fall der Altersreform. Darüber hinaus spaltet das Thema auch die Politik: Arbeitgeber aus der Romandie unterstützen die Reform, die bunt gemischten Gegner bestehen aus Arbeitgebern aus der Deutschschweiz und aus den Linksextremen der Romandie.
Der SBPV setzt sich ein gegen einen Abbau der Altersvorsorge
Die steigende Lebenserwartung und das Erreichen des Rentenalters der Babyboomer setzen die AHV und die Pensionskassen stark unter Druck. Damit kein Leistungsabbau stattfindet, muss ihre Finanzierung für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt werden. Um das Rentenniveau zu sichern, werden die Anhebung des Rentenalters der Frauen, die Erhöhung der Mehrwertsteuer und der AHV-Prämien sowie die Reduktion des Umwandlungssatzes teilweise durch die Erhöhung der AHV-Rente für Neupensionierte und Kompensationsmassnahmen ausgeglichen (Senkung des Koordinationsabzuges, Erhöhung der paritätischen Beiträge für Angestellte zwischen 35 und 54 Jahren, Zuschlag für Angestellte über 54 Jahren).
Der SBPV unterstützt die Anpassungen, die den neuen Arbeitsmodellen Rechnung tragen
Verschiedene Massnahmen erlauben, vorzeitig in Pension zu gehen und dies zu besseren Bedingungen als gegenwärtig (bspw. Angestellte über 58 Jahren, die ihre Anstellung verlieren, können bei ihrer Pensionskasse bleiben und die finanziellen Einbussen im Fall einer Frühpensionierung nehmen ab). Auch wird Teilzeitarbeit auf gerechtere Art und Weise gehandhabt, indem der Koordinationsabzug an das Arbeitspensum angepasst wird.
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Ja zur Rentenreform – Vertreter/innen der Versicherten für eine sichere Altersvorsorge>