Der SBPV bedauert den angekündigten Stellenabbau bei Julius Bär und will in das Konsultationsverfahren involviert werden.

4. Februar 2019

Der Schweizerische Bankpersonalverband hat den angekündigten Stellenabbau bei Julius Bär zur Kenntnis genommen und bedauert diesen neuerlichen Aderlass beim Personalbestand des Finanzplatzes Zürich. Der Stellenabbau ist eine Konsequenz der Verschlechterung des Geschäftsgangs im 2. Halbjahr, den die Bankangestellten ausbaden müssen. Der SBPV erwartet von den Verantwortlichen von Julius Bär einen Beweis, dass die Einsparungen nicht nur auf Kosten der Angestellten, sondern auf allen Geschäftsebenen der Bank stattfinden. Die für 2019 angekündigte Erhöhung der Dividenden für die Aktionäre ist in diesem Zusammenhang schwierig nachzuvollziehen.

Aktueller Stand ist, dass 120 bis 180 Stellen vom Abbau betroffen sind, weitere Details sind jedoch noch nicht bekannt. Das gesetzliche Konsultationsverfahren wird den Angestellten von Julius Bär die Gelegenheit geben, sich zu den sie betreffenden Massnahmen zu positionieren und Vorschläge zu machen, um deren Auswirkungen abzuschwächen. Angesichts des Ausmasses des angekündigten Stellenabbaus steht der SBPV den Angestellten zur Seite, um mit ihnen eine kollektive Stellungnahme zuhanden der Verantwortlichen der Bank auszuarbeiten. Diese Vorgehensweise sollte genügend Informationen liefern, damit die Angestellten konkrete und realisierbare Vorschläge machen können. Nur eine kollektive Stellungnahme, die von einer Mehrheit der Angestellten von Julius Bär unterstützt wird, hat die nötige Wirkung, um einen spürbaren Einfluss auszuüben.

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