UBS-Filialschliessungen: Unverständliche Entscheidung mitten in der Pandemie

12/01/2021

Der Schweizerische Bankpersonalverband SBPV kritisiert die Entscheidung der UBS, einen Fünftel der Filialen im ersten Quartal 2021 zu schliessen. Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie und eines möglichen zweiten Lockdowns ist es unzumutbar, eine solche Entscheidung mit weitreichenden Folgen zum jetzigen Zeitpunkt zu treffen. Diese führt zu einer grossen Unsicherheit, allen voran für die Mitarbeitenden, aber auch für den Finanzplatz und hat Konsequenzen für die Gesamtwirtschaft.

Mitten in der zweiten Welle der Corona-Pandemie und angesichts eines möglichen zweiten Lockdowns kommt die Ankündigung der UBS, 44 der 239 Filialen in der Schweiz zu schliessen, zu einem nicht nachvollziehbaren Zeitpunkt. Die Grossbank hat während und wegen der Pandemie viel gewonnen, nicht nur aufgrund der Abwicklung von Darlehen und Sofortkrediten, sondern auch dank der Staatsgarantie an unzählige KMU, von welcher sie indirekt profitiert hat. Dies wird sich aller Voraussicht nach in Form eines zusätzlichen Gewinns in den Ergebnissen des vierten Quartals 2020 der UBS niederschlagen, was den Entscheid der Filialschliessungen noch unverständlicher macht und von mangelnder Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung zeugt.

Forderung des SBPV nach einer Sistierung des Entscheids der UBS bis mindestens zum Ende der Corona-Pandemie

Der SBPV fordert deshalb die UBS auf, ihren Entscheid der Filialschliessungen bis mindestens zum Ende der Corona-Pandemie zu sistieren und sich solidarisch mit ihren Angestellten und auch der Gesellschaft zu zeigen. Als grösste Bank der Schweiz mit Systemrelevanz steht die UBS in der Pflicht, die Verantwortung für ihre Mitarbeitenden und die Gesamtwirtschaft wahrzunehmen und somit den Forderungen des SBPV nachzukommen.