VAB - Lohn und Zulagen

Der Lohn ist ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsvertrags und wird als solcher weitgehend individuell geregelt. Doch auch die VAB enthält Bestimmungen zum Lohn, etwa indem sie den Mindestlohn festlegt und die Finanzinstitute verpflichtet, ein Lohnsystem einzuführen.

Der Mindestlohn in der Finanzbranche beträgt CHF 52’000.- beziehungsweise CHF 56’000.- für Angestellte mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Der Jahreslohn wird in 13 Teilen ausbezahlt. Ob der 13. Monatslohn in den regulären Monatslohn integriert wird oder jeweils im Juni und Dezember zur Hälfte ausbezahlt wird, ist den Banken überlassen.

Nebst den kantonalen Kinderzulagen profitieren die Angestellten auch von einer Familienzulage. Diese werden bis zum vollendeten 18. Lebensjahr des jüngsten Kindes ausbezahlt. Befinden sich Kinder nachweislich noch in Ausbildung, werden die Zulagen bis zum Ende der Ausbildung (max. bis zum 25. Lebensjahr) weiterbezahlt.

23. Lohnzahlungen
Der Lohn wird als Jahreslohn vereinbart und in 13 Teilen ausbezahlt. Die Lohnzahlung erfolgt jeweils am Ende des Monats. Der 13. Monatslohn wird je zur Hälfte Ende Juni und spätestens Ende Dezember ausbezahlt. Bei unterjährigem Ein- oder Austritt wird der 13. Monatslohn anteilmässig ausgerichtet. Der Jahreslohn kann auch in 12 gleichen Teilen jeweils am Ende des Monats ausbezahlt werden.
24. Lohnsystem
Die Bank führt unter Berücksichtigung ihrer Grösse ein Lohnsystem, welches den Rahmen für funktionsorientierte Marktlöhne bietet und Grundlage für den Lohn der dieser Vereinbarung unterstellten Angestellten bildet. Die Angestelltenvertretungen werden in den internen Studien zur Lohngleichheit beigezogen.
25. Qualifikationen und Lohnerhöhungen
Die Qualifikation enthält die Beurteilung jener Leistungen der Angestellten, die von diesen unter Berücksichtigung ihrer Persönlichkeit in Erfüllung der arbeitsvertraglichen Aufgaben erbracht werden. Die Angestellten werden regelmässig qualifiziert. Die Bank informiert die Angestellten über die individuellen Beurteilungskriterien. Die Angestellten haben das Recht auf eine persönliche Besprechung ihrer Qualifikationen und können eine schriftliche Stellungnahme dazu abgeben. Sie können auf Verlangen darin Einsicht nehmen und erhalten auf Anfrage eine Kopie ihrer Qualifikation. Lohnerhöhungen erfolgen auf der Basis regelmässig erstellter Qualifikationen.
26. Mindestlohn
Der Mindestlohn beträgt CHF 52 000, resp. CHF 56 000 für Angestellte mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Angestellte mit einem Eidgenössischen Berufsattest EBA und zwei Jahren Berufserfahrung sowie Absolventen des «Berufseinstiegs für Mittelschulabsolventen» sind den Angestellten mit EFZ gleichgestellt. Die Sozialpartner führen regelmässig Verhandlungen über die Anpassung des Mindestlohnes unter Berücksichtigung der eingetretenen Lohnentwicklung und über die Anpassung der Familienzulage. Der Mindestlohn darf bei reduzierter Leistungsfähigkeit eines oder einer Angestellten nach Konsultation der Sozialpartner ausnahmsweise unterschritten werden.
27. Familienzulage
Die Bank richtet den Angestellten eine Familienzulage aus, deren Höhe von den Sozialpartnern bestimmt wird. Anspruchsberechtigt sind Angestellte, welche für nach dem 1. Januar 1993 geborene Kinder entsprechend der kantonalen Gesetzgebung bzw. Art. 28 VAB Kinder- bzw. Ausbildungszulagen beziehen. Die Familienzulage wird so lange ausbezahlt, wie diese Kinderzulage bezogen wird. Wird den Angestellten die Kinderzulage nur teilweise ausgerichtet, so wird die Familienzulage entsprechend gekürzt. Teilzeitangestellte erhalten sie im Verhältnis zum vertraglich festgelegten Beschäftigungsgrad.
28. Kinderzulagen
Die Bank richtet den Angestellten grundsätzlich für alle Kinder bis zum vollendeten 18. Altersjahr Kinderzulagen aus. Für Kinder, die nachweisbar noch in Ausbildung stehen, werden Kinderzulagen bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens aber bis zum vollendeten 25. Altersjahr ausgerichtet. Im Einzelnen berechnet sich der Anspruch auf Kinderzulagen aufgrund der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen.