VAB - Lohnfortzahlungen

Es gibt verschiedene Gründe, wieso wir unverschuldet der Arbeit fernbleiben müssen. Unfälle oder Krankheiten sind in den allermeisten Fällen unvorhergesehen und haben einen gewichtigen Einfluss auf die Arbeitssituation.

Für diesen Fall ist in der VAB festgelegt, dass die betroffenen Mitarbeitenden Anspruch auf 80% des Lohnes während 720 Tagen haben. In Ergänzung zu dieser Regelung muss der Arbeitgeber für eine bestimmte Zeit den vollen Lohn ausbezahlen. Die genaue Zeitspanne ist von den geleisteten Dienstjahren abhängig (VAB Art. 29).

Während des Mutterschaftsurlaubes (min. 14. Wochen) erhält die Mutter 100% des Lohns. Bei Diensten verschiedener Art (Militär-, Schutzdienst etc.) werden 80% bzw. 90% (bei Bezug von Kinder- oder Ausbildungszulagen) des Lohnes ausbezahlt.

29. Leistungen bei Verhinderung der Arbeitsleistung

Bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit, Unfall, Schwangerschaft, Erfüllung gesetzlicher Pflichten oder Ausübung eines öffentlichen Amtes besteht folgender Anspruch auf volle Lohnzahlung:

– im ersten Dienstjahr: 1 Monat
– im 2. bis 4. Dienstjahr: 3 Monate
– im 5. bis 10. Dienstjahr: 6 Monate
– im 11. bis 14. Dienstjahr: 8 Monate
– ab dem 15. Dienstjahr: 12 Monate

Für den Fall der unverschuldeten Arbeitsunfähigkeit als Folge von Krankheit trifft der Arbeitgeber eine Regelung in Ergänzung zur vollen Lohnzahlung gemäss Absatz 1, welche die Leistung von 80% des Bruttolohnes während 720
Tagen oder eine vergleichbare Lösung vorsieht.

Der Arbeitgeber sorgt zudem dafür, dass die Leistungen gemäss Absatz 2 auch im Fall einer Kündigung durch den Arbeitgeber erfolgen, sofern keine Leistungspflicht einer Privat- und /oder Sozialversicherung besteht. Leistungen können gekürzt oder eingestellt werden, wenn der/die Arbeitnehmende seinen Auskunfts- und Mitwirkungspflichten bei der Abwicklung des Krankheitsfalles in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt.

Die Leistung der Bank wird nicht geschuldet, soweit für den Lohnausfall ein Anspruch gegen Dritte besteht, der nicht auf Prämienzahlungen der oder des Angestellten beruht.
Die bezahlten Abwesenheiten sind immer so zu erfassen, dass die Absenzen in 12 aufeinanderfolgenden Monaten zusammengezählt werden.
Bei Schwangerschaft und Mutterschaft gewährt die Bank einen Urlaub von 14 Wochen bei voller Lohnfortzahlung, der spätestens mit der Niederkunft beginnt.

30. Militär-, Schutz- oder Zivildienst

Bei Leistung von obligatorischem schweizerischen Militär- oder Schutzdienst, von schweizerischem Zivildienst oder von Rotkreuzdienst leistet die Bank eine Lohnfortzahlung in folgendem Umfang:

a) Obligatorische Kurse, sofern sie 4 Wochen im Jahr nicht übersteigen: 100% des Lohnes.
b) Bei allen übrigen Diensten (auch solchen als «Durchdienende») erhalten die Angestellten, welche Kinder- resp. Ausbildungszulagen beziehen, 90%, die übrigen Angestellten 80% des Lohnes.

Eine über die ersten 4 Wochen Dienst hinausgehende Lohnzahlung kann von einer Verpflichtung der Angestellten abhängig gemacht werden, ihre Anstellung während einer angemessenen Frist nach Entlassung aus dem Dienst nicht zu kündigen.
Die Angestellten sind verpflichtet, die Bank umgehend zu informieren, sobald sie vom Zeitpunkt des Einrückens in den Dienst Kenntnis erhalten. Auf Wunsch der Bank sind sie gehalten, in Fällen besonderer betrieblicher Notwendigkeit
alle erforderlichen Schritte für eine Verlegung des Dienstes zu unternehmen.