56. Kongress des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes: Frauenstreik 2019

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund ist die grösste Arbeitnehmerbewegung der Schweiz, die aktive Organisationen aus dem Bereich der Administration, der Sozialdienste, der Eisenbahnen, der Bauwirtschaft, der Orchester, der Medien und auch der Banken vereint. Dabei ist der SGB der bevorzugte Partner der politischen Kreise für alle Themen, die sich um Arbeit und Sozialversicherungen drehen. Auf diese Weise beeinflusst er nicht nur die politische Agenda, sondern organisiert auch Kampagnen, Referenden und Initiativen.

Die zentralen Elemente des 56. Kongresses des SGB waren:
Die Lancierung einer Initiative für eine 13. AHV-Rente, in der Absicht, mindestens einen Teil der durch die Reduktion des Zinssatzes und des Umwandlungssatzes der 2. Säule verursachten Verluste aufzufangen. Die mehr als 260 TeilnehmerInnen beauftragten die Verantwortlichen des SGB ausserdem, die Möglichkeit einer Initiative für eine Einheitskasse im Krankenversicherungsbereich zu prüfen.

Die Teilnahme am Frauenstreik am 14. Juni 2019 wurde einstimmig beschlossen, um die Gleichberechtigung der Frauen und den Kampf gegen verschiedene Formen von Diskriminierung  voranzutreiben. Seit einigen Wochen sind Streikkomitees in verschiedenen Kantonen aktiv, um Frauen aus verschiedenen Organisationen aus dem Bereich der Arbeit, Kultur und dem Sozialen zu mobilisieren. Vor allem junge Frauen sind besonders stark engagiert in dieser Bewegung, die ausserhalb der gewerkschaftlichen Struktur initiiert wurde. Wir vom Schweizerischen Bankpersonalverband prüfen nun, wie und mit wem wir uns engagieren können, damit die Gleichberechtigung in den Finanzinstituten endlich auf allen Ebenen und in allen Bereichen Einzug hält. Mehr Informationen zu den bereits aktiven lokalen Komitees finden Sie hier:

Aufruf an alle Frauen

Zu guter Letzt wurde Paul Rechsteiner von den Anwesenden verabschiedet, nachdem er dem SGB 20 Jahre lang als Präsident vorstand. Sein grosses Engagement für die Angestellten und gegen Ungerechtigkeiten jeglicher Art wurde mittels einer Standing Ovation verdankt. Pierre-Yves Maillard, amtierender Regierungsrat des Kantons Waadt, wurde als sein Nachfolger gewählt. Er wird sein Amt im Mai 2019 aufnehmen.