Aus Solidarität: Ja zur Erhöhung des Mindestlohns

31. März 2014

Resolution der Teilnehmenden an der Peko-Tagung vom 20.3.2014
Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Personalkommissionen unterstützen voll und ganz die Forderung nach einer Erhöhung des Mindestlohnes in der Finanzbranche.
Mit den ständigen Veränderungen und neuen Regelungen in der Finanzindustrie steigen der Leistungsdruck und die Anforderungen an die Mitarbeitenden immer mehr. Ihre Verantwortung ist entsprechend hoch. Dies betrifft das ganze Personal, auch die jüngeren Mitarbeitenden und die Lehrabsolventinnen und -absolventen. Diesen Umständen soll mit einem angemessenen Mindestlohn Rechnung getragen werden.
Gleichzeitig wurden die Boni und Benefits in den letzten Jahren stetig reduziert. Davon sind Angestellte mit tiefen Löhnen überproportional betroffen. Diesen soll deshalb wenigstens mit einem anständigen Mindestlohn eine minimale Einkommenssicherheit gewährleistet werden.
Auch können Angestellte nicht mehr von Stellensicherheitausgehen. Im Gegenteil, speziell in der Finanzbranche häufen sich Restrukturierungen und individuelle Kündigungen aus Leistungsgründen. Dieser Unsicherheit soll ebenfalls mit einem höheren Mindestlohn Rechnung getragen werden.
Die Lohnschere ist in der Finanzbranche am grössten und stösst bei den Angestellten auf grosses Unverständnis. Eine Begrenzung dieser Schere – zumindest gegen unten – sendet ein positives Signal an alle und ist ein Zeichen der Solidarität.
Deshalb fordern wir einen neuen Mindestlohn von CHF 56‘000.– und
CHF 60‘000.– nach drei Dienstjahren.

Davon profitieren nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Banken. Denn mit diesem Mindestlohn
–       werden die Schwächsten vor Lohndumping geschützt.
–       wird Solidarität gelebt.
–       garantieren die Banken faire Löhne.
–       wird das Image der Banken verbessert.