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Buchbesprechung: Handbuch zur Arbeits(un)fähigkeit

11. Dezember 2025 | SBPV

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Immer wieder kommt es vor, dass Arbeitnehmende wegen Unfalls oder Krankheit arbeitsunfähig werden – für kürzere oder längere Zeit, vollständig oder nur teilweise. Gerade wer, wie wir als Arbeitnehmerverband der Finanzbranche in der Beratungspraxis, immer wieder mit Fällen von Mobbing und Burnout zu tun hat, ist sich bewusst, wie viele Grautöne und Ungewissheiten mit dem Phänomen «Arbeitsunfähigkeit» verbunden sind. Oft ist nicht von vornherein klar, ob und in welchem Ausmass und unter welchen Rahmenbedingungen jemand imstande ist, die vertraglich geschuldete Arbeit zu verrichten.
Die medizinischen und juristischen Fragen rund um die Arbeitsunfähigkeit, aber auch um die Beurteilung von (Rest-)Arbeitsfähigkeit, sind also sehr komplex. In diesem Sammelband, in dem neben JuristInnen auch Fachleute aus verschiedenen medizinischen Disziplinen zu Wort kommen, geht es in erster Linie um sozialversicherungsrechtliche Aspekte: Krankentaggeld- und Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung, berufliche Vorsorge und Wiedereingliederung.
Von besonderem Interesse ist ein Beitrag zur «arbeitsplatzbezogenen Arbeitsunfähigkeit», die unter JuristInnen und auch vor Gericht immer wieder zu reden gibt. Die Autorinnen betonen dabei, wie wichtig es ist, dass Arbeitgeber für ein Arbeitsumfeld sorgen, das psychisch belastende Situationen wie Belästigungen, Mobbing und Ausgrenzung möglichst präventiv verhindert.
Iris Herzog-Zwitter / Hardy Landolt (Hrsg.): Handbuch Arbeits(un)fähigkeit – medizinische und rechtliche Aspekte. Zürich / Genf: Schulthess 2025. XI + 458 Seiten. 118 CHF, als Paperback oder digital erhältlich. Bestellbar über den Buchhandel oder online.

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