Coronavirus: Die Finanzdienstleistungen gewährleisten, ohne das Virus zu verbreiten

Der Schweizerische Bankpersonalverband SBPV hat die Massnahmen des Bundesrates zur Eindämmung der raschen Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung hat derzeit höchste Priorität.

Bankdienstleistungen sind eine essenzielle Dienstleistung, weshalb keine Bankschliessungen angeordnet wurden. Aber auch die finanziellen Aktivitäten müssen angesichts der aktuellen Situation und in Übereinstimmung mit den von den Behörden erlassenen Gesundheitsvorschriften überprüft werden. Die Banken, und ganz allgemein alle Arbeitgeber auf dem Finanzplatz, sind verpflichtet, unverzüglich geeignete Massnahmen zu ergreifen, um sowohl die wesentlichen Dienstleistungen für die Kunden als auch gleichzeitig die Gesundheit der Kunden und natürlich der Arbeitnehmenden zu schützen.

Zu diesem Zweck fordert der SBPV die Arbeitgeber auf, den persönlichen Kontakt zu reduzieren und sicherzustellen, dass der empfohlene Abstand zwischen den Personen in den Büros und an den Schaltern eingehalten wird. Darüber hinaus sollte die Telearbeit gefördert werden, wo immer dies möglich ist. Sie sollte zur Regel und nicht zur Ausnahme werden, wie es letzte Woche noch für die Mehrheit der Bankmitarbeitenden der Fall war. Viele Finanzinstitute haben bereits Massnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeitenden und Kunden umgesetzt. Leider ist dies noch nicht überall der Fall. Institute, die diesbezüglich im Rückstand sind, gefährden nicht nur ihre Mitarbeitenden und Kunden, sondern tragen auch zur Verbreitung des Coronavirus bei.

Die Arbeitgeber auf dem Finanzplatz sind nun angehalten, die Anforderungen der Behörden rasch zu erfüllen und intern klar zu kommunizieren, dass:

– die notwendigen Massnahmen zur Einführung von Telearbeit für eine Mehrheit des Personals getroffen werden;

– Büroarbeit die Ausnahme und nicht die Regel ist. Wo Arbeiten vor Ort notwendig sind, werden Massnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden. Darüber hinaus werden Teams gebildet, um eine Rotation der Mitarbeitenden zu gewährleisten, die im Büro anwesend sein müssen;

– Personen mit unterhaltsberechtigten Kindern von der Arbeitspflicht befreit sind.

Diese Beobachtungen gelten nicht nur für den Bankensektor, sondern auch für alle Aktivitäten im Parabankensektor und ganz allgemein für die Dienstleistungen des Finanzplatzes, einschliesslich der Treuhand-, Versicherungs- und Unterstützungsaktivitäten für Finanzdienstleistungen.

Alle Beschäftigten in diesem Sektor werden ausserdem aufgefordert, die Empfehlungen der Behörden und ihrer Arbeitgeber genauestens zu befolgen. Mitarbeitende, die mit Schwierigkeiten oder, schlimmer noch, Verstössen gegen die geltenden Vorschriften konfrontiert sind, werden aufgefordert, jede unangemessene Situation sofort zu melden, zunächst über die Dienstwege an ihren Arbeitgeber und dann an unseren Verband, der nicht zögern wird, einzugreifen.

Das SBPV-Sekretariat bleibt selbstverständlich per E-Mail erreichbar (info@sbpv.ch), unsere Website www.sbpv.ch wird aufgrund der Entwicklung der Situation aktualisiert und Anfragen von Mitgliedern werden entsprechend ihrer Priorität und ihres Schweregrads bearbeitet und beantwortet.

Zusammen und in Solidarität werden wir diese Gesundheitskrise überwinden können, indem wir versuchen, die Schäden auf allen Ebenen reduzieren.