Die Angestellten der Lloyds Bank und der SBPV machen mobil für Ihre Rechte

2. Juli 2013

Der Verkauf der Lloyds Bank an die Union Bancaire privée (UBP) wird als bitteren Nachgeschmack wahrscheinlich viele Kündigungen bei der Lloyds Bank zur Folge haben. Der SBPV übernahm dieLeitung der Angestelltenvertretung und bat die Bankenverantwortlichen von Lloyds, ihre soziale Verantwortung zu übernehmen und einen Sozialplan zu erarbeiten.
Die Mitglieder des SBPV wurden über das Vorgehen informiert. Diese befürworten das Engagement des SBPV und empfahlen ihren Kolleginnen und Kollegen bei der Lloyds dem SBPV beizutreten. Dank diesem Vorgehen, liegt der aktuelle Organisationsgrad in der Lloyds Bank bei 25%, Tendenz steigend. Die, daraufhin ausserhalb der Bank vom SBPV einberufene Delegiertenversammlung war ein voller Erfolg. Die Mobilisierung ist notwendig, damit ein, seinem Namen würdiger Sozialplanerarbeitet werden kann.
Bereits seit einigen Monaten gab es Gerüchte, dass die Lloyds Bank sein internationales Geschäft,  restrukturieren würde. Dieses Gerücht wurde dann von der Bankdirektion Ende Mai in einer Information über den Verkauf der Bank an UBP bestätigt. Die Verantwortlichen des SBPV reagierten daraufhin sehr schnell und verlangten ein dringliches Treffen mit der Direktion. Am Treffen vom 4. Juni stellte der SBPV zwei prioritäre Forderungen:
Erstens, es soll eine Personalversammlung einberufen und zweitens, soll unverzüglich – noch vor Eröffnung des Konsultationsverfahrens –  ein Sozialplanverhandelt werden.
Die Bankdirektion wies beide Forderungen mit der Begründung zurück, dass sie verfrüht seien und der SBPV nicht genügend Personal repräsentiere. Der SBPV berief daraufhin am 20. Juni im Hotel Warwick in Genf eine Personalversammlung ein.An dieser nahmen rund hundert Bankangestellte von Lloyds teil.
Die Anwesenden verlangten einstimmig von der Bankdirektion unverzüglich die Verhandlungen zu eröffnen und gemeinsam einen Sozialplan (unabhängig von der Eröffnung des Konsultationsverfahrens) zu erarbeiten. Die Angestellten wählten ebenfalls einstimmig eine fünfköpfige Delegation aus ihren Reihen, die sie gegenüber der Direktion vertreten soll und erteilten dem Schweizerischen Bankpersonalverband ein klares Mandat, in Zusammenarbeit mit der Delegation einen Sozialplan zu verhandeln.
Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Entweder tritt die Bankdirektion auf die Einladung ein und eröffnet die Verhandlungen, oder die Angestellten werden ihre Forderungen bestimmter zum Ausdruck bringen müssen. Die Kolleginnen und Kollegen bei der Lloyds haben einen ersten Etappensieg errungen indem sie die Notwendigkeit verstanden haben, sich zu organisieren und mit dem Bankpersonalverband zusammenzuarbeiten, um dessen Stärken, Erfahrung und Unabhängigkeit zu ihren Vorteil zu nutzen. Der SBPV ist darauf bedacht, transparent zu informieren und einen demokratischen Entscheidungsprozess zu garantieren.
Wenn die Angestellten der Lloyds ihre Einheit und Entschlossenheit bewahren, werden sie eine starke Stimme haben und ihre Forderungen durchsetzten können. Der SBPV wird die Kolleginnen und Kollegen in diesem Sinn beraten und tatkräftig unterstützen.