Die Integration von BSI in EFG: eine Herausforderung für die Sozialpartnerschaft

8. Dezember 2016

Der Schweizerischen Bankpersonalverband SBPV pflegt regelmässigen Kontakt mit dem Personal von BSI und EFG sowie mit den Verantwortlichen dieser Banken. Die heute von EFG veröffentliche Meldung, dass 300 bis 450 Stellen über die nächsten drei Jahre abgebaut werden – die Mehrheit davon in der Schweiz – ist ein neuer Schlag für die Angestellten von EFG.
Der SBPV begrüsst dagegen den Fortbestand der drei Standorte: Lugano, Genf und Zürich. Die folgenden Fragen bleiben aber offen:

  • Wird die Bank der Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (VAB) unterstellt?
  • Wird ein grosszügiger Sozialplan verhandelt?
  • Welche konkreten Massnahmen werden ergriffen, um die Anzahl der Kündigungen zu reduzieren?

Der soziale Dialog ist die Basis einer erfolgreichen Restrukturierung
Der SBPV pflegt einen engen Austausch mit dem Personal von EFG und der ehemaligen BSI sowie mit den Personalkommissionen. Regelmässige Treffen mit Vertreter der Direktion haben auch stattgefunden. Dieser soziale Dialog hat Früchte getragen: eine Personalkommission wurde bei EFG eingesetzt und einige wichtige Fragen konnten geklärt: wie z.B. die Notwendigkeit eines Sozialplanes und die Regelung der Arbeitszeiterfassung.
Dieser offene soziale Dialog, der sowohl die Personalvertretungen wie die externen Sozialpartner einschliesst, garantiert die Interessen des Personals angemessen zu berücksichtigen und fördert das gegenseitige Vertrauen. Dieses ist besonders in Zeiten grosser Veränderungen, wie sie gerade das Personal der BSI und EFG erleben, wichtig. Bei BSI sind die Angestellten besonders besorgt, da sie seit Februar auf antwortet über das Schicksal der Bank warten und bereits drei Besitzerwechseln zusehen mussten.

Die nächsten Herausforderungen der Sozialpartnerschaft sind die Sozialplanverhandlungen und die Unterstellung der EFG unter die Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (VAB). Der SBPV erwartet von der EFG die Fortführung der Sozialpartnerschaft. Diese wurde nie von BSI in Frage gestellt. Zudem wird sich der SBPV mit den Tessiner Behörden in Kontakt setzen. Diese sollen die Angestellten des Tessiner Finanzplatzes und insbesondere von BSI taktkräftig unterstützen.

Kontakt:
Denise Chervet
Geschäftsführerin SBPV
denise.chervet@sbpv.ch
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079 408 92 40