Entwicklungsgespräche in der Credit Suisse

Im Hinblick auf die Neuverhandlung der VAB im Jahr 2022 stellen wir regelmässig Artikel der Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten VAB vor, die bei der letzten Verhandlung 2019 neu aufgenommen wurden. Die VAB ist der Gesamtarbeitsvertrag der Finanzbranche und dient auch als Massstab für Banken, die ihr nicht unterstellt sind. Zu Beginn unserer Serie beleuchten wir mit nachfolgendem Beitrag der Credit Suisse die Anwendung von Artikel 12a der VAB, welcher regelmässige Entwicklungsgespräche für ältere Mitarbeitende vorsieht.

Artikel 12a VAB Abs. 1
«Die Bank berücksichtigt bei der Personalplanung die Bedeutung des Wissens und der Erfahrung von älteren Mitarbeitenden. Sie bietet die Möglichkeit, im Rahmen von Entwicklungsgesprächen mit älteren Mitarbeitenden die geeigneten Einsatzmöglichkeiten zu besprechen.»

Umsetzung in der Credit Suisse in der Schweiz

Für die Credit Suisse ist es wichtig, nicht nur den vielfältigen Ansprüchen ihrer Kunden gerecht zu werden, sondern auch eine integrative und attraktive Arbeitgeberin für ihre Mitarbeitenden aller Alters- und Karrierestufen zu sein – von den Lernenden bis zu den «Very Experienced Professionals» (VEPs), der Altersgruppe ab etwa 50 Jahren.

Der Persönliche Entwicklungsplan PEP

Ein wichtiges Instrument im Rahmen der Karriereplanung und Mitarbeiterentwicklung ist der Persönliche Entwicklungsplan (PEP). Der PEP steht jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter jederzeit online zur Verfügung und wird im Rahmen des jährlichen Leistungsbeurteilungsprozesses erstellt, aktualisiert und besprochen.

Im PEP dokumentieren Mitarbeitende ihre Mobilitätsbereitschaft, ihre Laufbahnziele, ihre Stärken und Entwicklungsfelder bzw. werden nach der Diskussion mit dem oder der Vorgesetzten konkrete Entwicklungsmassnahmen festgehalten. Die Qualität und Nutzung des PEP wird durch die Mitarbeitenden gesteuert, die Vorgesetzten helfen dabei, die unternehmerische Sicht mit den individuellen Zielen in Einklang zu bringen. Die Mitarbeitenden erstellen oder überarbeiten den PEP während der Zielsetzungsphase bis Ende des 1. Quartals.

Die Entwicklungsgespräche

Die Entwicklungsgespräche mit den Vorgesetzten finden in der Regel Mitte Jahr statt, werden aber auch je nach Situation quartalsweise oder nach Bedarf geführt. In diesen Gesprächen werden u.a. interne und externe Ausbildungen geplant und vereinbart. Der Prozess wird durch die Bestätigung im System abgeschlossen.

Zur Schulung der Vorgesetzten wird das Thema in den Führungstrainings verankert, und es gibt zahlreiche Hilfestellungen im Intranet zur Erstellung eines zielführenden und handlungsorientierten Entwicklungsplans. Praktisch alle Mitarbeitenden der Swiss Universal Bank haben in den Jahren 2019-20 einen PEP erstellt und mit dem Vorgesetzten besprochen.

Weitere Angebote

Ferner haben wir verschiedene Angebote entwickelt, um den Bedürfnissen und dem Potenzial der VEPs besser Rechnung zu tragen. So unterstützen wir konkret bei der Evaluation der eigenen Fähigkeiten und des Entwicklungsbedarfs durch das Angebot des Online-Tools «skillaware» der Sozialpartner der Bankbranche sowie «Digifit», eines ähnlichen internen Angebots. Unsere Plattform für alle Ausbildungsaktivitäten enthält zudem eine eigene Sektion mit gezielten Lernangeboten für VEPs. Diese wurden in Zusammenarbeit mit Mitgliedern unseres internen VEP-Netzwerks erarbeitet und werden laufend auf Aktualität überprüft.

Auf einer eigenen Intranet-Homepage für unsere VEPs und deren Vorgesetzte bieten wir eine Fülle von Informationen, z.B. «Factsheets» mit den wichtigsten Fakten zur demografischen Entwicklung und Handlungsanleitungen zur Förderung von VEPs, sowie Interviews mit Mitarbeitenden, die über ihre gelebte interne Mobilität berichten. Speziell hingewiesen wird ebenso auf unsere Förderprogramme zu Gesundheit und Fitness, sowie den Prozess für interne Mobilität und Stellenwechsel.

Fazit

Die Credit Suisse ist sich des Potentials und der wertvollen Ressourcen der VEPs bewusst und investiert gezielt in deren Förderung und die Erhaltung der Arbeitsmarktfähigkeit. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter bleibt dabei natürlich für die eigene Entwicklung verantwortlich, wir unterstützen sie dabei partnerschaftlich und professionell.