Lohnverhandlungen Herbst 2016: Der SBPV fordert 1,5% mehr Lohn für das 2017 und 2 zusätzliche Ferientage im 2016

30. September 2016

Die Krankenkassenprämien steigen erneut erheblich. Hinzukommt, dass auf Ende Jahr und für das 2017 eine zunehmende Inflation erwartet wird. Eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent für das 2017 ist daher gerechtfertigt. Zudem fordert der SBPV zwei zusätzliche Ferientage im 2016. Auf diese Weise sollen diejenigen Feiertage kompensiert werden, die dieses Jahr auf ein Wochenende fallen. Einen Nutzen, den alle Angestellten spüren würden.
Die Wirtschaftsprognosen deuten auf eine leichte Inflation auf Ende Jahr und für das 2017 hin. Ausserdem schwindet durch die massive Zunahme der Krankenkassenprämien die Kaufkraft um 0,5 Prozent. Auch wenn der Bankensektor seine Lohndiskussionen nicht an die Teuerung knüpfen will, können diese beiden Umstände nicht ignoriert werden. Die Ergebnisse von 2015 im Bankensektor, präsentiert von SwissBanking, sind gut, besonders dank des grossen Engagements seiner Angestellten. Im 2016 haben jedoch die Lohnerhöhungen von durchschnittlich 0,8 Prozent diese Resultate nicht widerspiegelt. Jetzt wollen auch die Bankangestellten von ihrem Beitrag an den Geschäftsergebnissen profitieren. Um den Sektor zu festigen, zollen sie durch die verschiedenen Restrukturierungsmassnahmen der Banken bereits einen hohen Tribut. Dies äussert sich unter anderem in immer höher werdenden Leistungsanforderungen – Folgen des Personalabbaus.
Da die Banken eine generelle Lohnerhöhung ablehnen, fordert der SPBV von den Banken eine Geste, von der das ganze Personal profitiert. Die Angestellten sollen Ende 2016 zwei zusätzliche Ferientage erhalten. Da Weihnachten und Neujahr auf Sonntage fallen, verlieren die Angestellten zwei Freitage. Tage, die sehr geschätzt werden, um sich vom Stress der Jahresabschlüsse zu erholen. Sollten die Banken ihren Angestellten 2016 diese Tage schenken, würden sie sich damit für das grosse Engagement erkenntlich zeigen und ihnen ermöglichen, das neue Jahr gut erholt zu starten. Eine konkrete Massnahme zum Gesundheitsschutz, die die Mitarbeitenden sicher sehr schätzen würden.
Für weitere Informationen:
Denise Chervet, Geschäftsführerin SBPV, 079 40 892 40