Lohnverhandlungen im Finanzbereich: der SBPV fordert eine Erhöhung um 2% zugunsten von 50% der Angestellten

1. Oktober 2018

Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise und angesichts eines seit vielen Jahren erstmaligen Teuerungsanstiegs von 1% ist es an der Zeit, dem Bankpersonal ein positives Signal zu senden. Deshalb fordert der Schweizerische Bankpersonalverband nicht nur eine Anhebung der Lohnmasse um 2%, sondern auch eine breitere Verteilung dieser Gelder.

Da eine generelle Lohnerhöhung kein Thema ist, müssen die Bankverantwortlichen eine gerechte Verteilung der Lohnmasse zwischen den verschiedenen Abteilungen und Angestellten sicherstellen. Denn in den letzten Jahren hat der Wettbewerb um Talente – der sogenannte war for talents – die Lohnbudgets auf unverhältnismässige Weise zulasten der weniger profilierten aber nicht minder entbehrlichen Angestellten strapaziert. Mit einer Lohnerhöhung für mindestens 50% der Angestellten jedes Geschäftsbereiches können die Banken diese Lohnstagnation korrigieren, die aufgrund der geforderten Leistungen und erzielten Gewinne mehr als demotivierend wirkt.

Die zweijährliche Lohnumfrage des SBPV, zu der die Angestellten der Finanzinstitute nächsten Frühling eingeladen werden, wird eine Einschätzung der Entwicklung der Lohnpolitik und des Zufriedenheitsgrads der Bankangestellten erlauben. Es handelt sich um die einzige Lohnumfrage, die konkrete Informationen zu den verschiedenen Bankkategorien und deren Angestellten liefert und eine gewisse Transparenz in Bezug auf die Lohnpolitik der Banken und Finanzinstitute schafft.