Neue Regelungen in der VAB

10. Februar 2014

Die neue Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (VAB) tritt am 1. April 2014 in Kraft. Diese VAB wird Anfang März auf unserer Webseite aufgeschaltet, sie kann aber auch in unserem Sekretariat bestellt werden. Unter anderem sind die Angestellten neu nicht mehr verpflichtet, in den Ferien erreichbar zu sein.
Änderungen und Ergänzungen der Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (VAB) per 1. April 2014
I.       Übersicht
Die Sozialpartner der Bankbranche haben sich am 21. Oktober 2013 auf verschiedene Änderungen der Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (VAB) geeinigt. Die Ergänzungen und Anpassungen betreffen die Regelung von besonderen Arbeitszeiten, die Erreichbarkeit in den Ferien sowie Informationsrechte von Angestelltenvertretungen.
Die per 1. April 2014 in Kraft tretenden Änderungen der VAB verpflichten die unterstellten Banken, die Bestimmungen über Schicht- und Nachtarbeit in einem Reglement festzuhalten. Zudem wird klargestellt, dass die Angestellten während ihrer Ferien nur in Fällen betrieblicher Notwendigkeit und zeitlicher Dringlichkeit durch die Bank kontaktiert werden dürfen. Die Sozialpartner wollen damit den Erholungsanspruch der Angestellten sicherstellen, ohne aber das Recht der Bank, Angestellte in Notfällen zu kontaktieren, zu beschneiden. Diese sind aber nicht verpflichtet erreichbar zu sein. Schliesslich werden die Informationsansprüche der Angestelltenvertretungen ausgedehnt. Sie betreffen neu auch Massnahmen der Überwachung von Mitarbeitenden.
Gleichzeitig beschlossen die Sozialpartner der Bankbranche, drei Themenbereiche der geltenden VAB durch paritätische Arbeitsgruppen zu vertiefen und auf Problemfelder untersuchen zu lassen. Es handelt sich um die Regelung der Krankentaggeldversicherung, Home Office sowie die Massnahmen bei Bankschliessungen und Entlassungen.
II.      Einzelheiten
Der AGV Banken hat zu Beginn der Verhandlungen 2013 erklärt, dass aufgrund der grossen aktuellen Herausforderungen für die Banken keine Bestimmungen verhandelt werden können, die bei den Banken zu höheren Kosten führen. Ebenso wurde das Thema Arbeitszeiterfassung von den Verhandlungen ausgeschlossen, weil auf Bundesebene über eine neue Lösung erarbeitet wird. Aufgrund dieser Vorbemerkungen hat die Arbeitnehmerseite zahlreiche Forderungen zurückgezogen.
Über die verbleibenden Forderungen verhandelten die Verhandlungsdelegationen der Sozialpartner am 21. Oktober 2013 und einigten sich auf folgende Änderungen und Ergänzungen:
III.    Zweck
Die Sozialpartner der Bankbranche wollen mit der vorliegenden Vereinbarung:

  • Arbeitsvertragliche Rechte und Pflichten in Ergänzung zu den gesetzlichen Bestimmungen festlegen und damit einen positiven Beitrag zum Wohl und zur Entwicklung der Angestellten und der unterstellten Banken leisten.
  • die Zusammenarbeit zwischen Angestellten und Banken sowie zwischen den beteiligten Sozialpartnern vertiefen;
  • Regeln für Mitwirkungsrechte in den Banken aufstellen;
  • einen konstruktiven Dialog führen und auf der Basis von Treu und Glauben den Arbeitsfrieden in der Bankbranche wahren.