Neuigkeiten aus der Paritätischen Kommission VAB

Die Anwendung eines Gesamtarbeitsvertrags muss von den unterzeichnenden Sozialpartnern überwacht werden. Dies gilt auch für die Bankangestellten und die für sie geltende Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen des Bankpersonals (VAB). Die paritätische Kommission tritt in der Regel zweimal im Jahr, oder so oft wie nötig zusammen und setzt sich aus Vertretern des SBPV, des KV Schweiz und Arbeitgeber Banken zusammen. Bei der letzten Sitzung im Rahmen einer Telefonkonferenz erörterten die Teilnehmenden unter anderem die Umsetzung der letzten Revision der VAB sowie das Inkrafttreten der Verpflichtung zur Durchführung von Gehaltsanalysen.

Umsetzung der Revisionen der VAB

Überprüfung der Arbeitsmarktsituation in Bezug auf die Arbeitsmarktfähigkeit und ältere Mitarbeitende. Mit dem Kampagne skillaware (www.skillaware.ch) bieten die Sozialpartner seit dem vergangenen Jahr ein Instrument zur Analyse und Entwicklung der von den Arbeitgebern auf dem Finanzplatz benötigten Grundkompetenzen an. Darüber hinaus wird ein Institut beauftragt, die Arbeitsmarktsituation älterer Angestellten im Finanzsektor zu analysieren – Anzahl der Beschäftigten, Entlassenen, Eingestellten, Arbeitslosen, Frühpensionierten etc.

Familienzulage der Banken: Es wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Auswirkungen auf die Familienzulagen bei einem vom Arbeitgeber beschlossenen Arbeitsplatzwechsel untersuchen und bei schwierigen Situationen Lösungen vorschlagen soll.

Lohnanalyse

Die paritätische Kommission hat die Möglichkeit geprüft, den Banken ein Gremium zur Überwachung der Lohnanalysen vorzuschlagen, die ab Juli 2020 für alle Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten obligatorisch sein werden. Eine solche Kontrollinstanz wäre eine Massnahme, die – ohne eine Lohntransparenz zu benötigen – es ermöglichen würde, die Situation der Lohngleichheit in den Banken durch einen neutralen Experten, unabhängig von den Banken, zu überwachen. Die Banken würden eingeladen, diese Aufsichtsinstanz in Anspruch zu nehmen – es stünde ihnen aber weiterhin auch frei, ein Revisionsinstitut mit der Durchführung ihrer Gehaltsanalyse zu beauftragen. Die Machbarkeit dieses Projekts muss noch mit dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement, das für dieses Dossier zuständig ist, besprochen werden.