Restrukturierung Julius Bär: Stellenabbau für Arbeitnehmer-Sozialpartner nicht nachvollziehbar

2. Februar 2015

Der von der Julius Bär Gruppe kommunizierte Stellenabbau von 200 Mitarbeitenden anlässlich der  Präsentation des Jahresabschlusses 2014 ist für den Schweizerischen Bankpersonalverband und den Kaufmännischen Verband nicht nachvollziehbar. Sie fordern von der Bank schnellstmöglich konkrete Informationen über den Umfang der Restrukturierungsmassnahmen und erwarten, als Mitunterzeichnende des Sozialplans in die Umsetzung miteinbezogen zu werden.
Für den Schweizerischen Bankpersonalverband und den Kaufmännischen Verband sind die heute kommunizierten Restrukturierungs- und Personalabbaumassnahmen nur knapp drei Wochen nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses nicht nachvollziehbar. Dies auch angesichts des sehr guten Jahresergebnisses 2014 und der Erhöhung der Dividende an die Aktionäre.
Aus Sicht der beiden Verbände gilt es zu vermeiden, dass das Überschiessen der Finanzmärkte auf den SNB-Entscheid vom 15. Januar 2015 nun auch zu Überreaktionen auf dem Arbeitsmarkt führt und voreilig Massnahmen getroffen werden, die sich im Endeffekt als wirtschaftsschädigend herausstellen können. Es wird von der Wirtschaft und insbesondere den Firmen der Finanzbranche erwartet, dass die Verantwortungsträger keine Sparmassnahmen beim Personal entscheiden oder kommunizieren, ohne diese vorher mit uns geprüft zu haben. Nur so können die Interessen aller Anspruchsgruppen langfristig wahrgenommen werden.
Von grosser Bedeutung sind jetzt zeitnahe Informationen über den Zeitplan, Umfang und die betroffenen Bereiche des geplanten Personalabbaus. Als Sozialpartner der Bankenbranche  wollen wir die Interessen der Mitarbeitenden vollumfänglich wahrnehmen und im Konsultationsprozess mitwirken.
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Bern, 2. Februar 2015

Für Rückfragen:

Denise CHERVET, Geschäftsführerin Schweizerischer Bankpersonalverband SBPV,
Mobil 079 408 92 40, denise.chervet@sbpv.ch

 

Manuel Keller, Kaufmännischer Verband Schweiz, Leiter Beruf & Beratung,
Mobil +41 79 592 06 22, Manuel.Keller@kfmv.ch >