Sozialplanverhandlungen bei der Bank Lloyds gescheitert

23. August 2013

Die Vertreter der Direktionen der Bank Lloyds und der Bank UBP (Union bancaire privées) haben den Abbruch der Sozialplanverhandlungen bei der Bank Lloyds bewirkt. Sie teilten mit, dass sie keine Vereinbarung mit dem Schweizerischen Bankpersonalverband (SBPV) unterzeichnen wollen. Die Parteien hatten sich aber zu Beginn der Verhandlungen darauf geeinigt, einen echten Sozialplan zu verhandeln.
Die Direktionen der beiden Finanzinstitute verletzen damit die Grundsätze von Treu und Glauben und brechen das für die Verhandlungen notwendige Vertrauen. Dadurch stärken sie die negativen Vorurteile gegenüber den Banken und schwächen das Image des Finanzplatzes Schweiz.
Die grundsätzliche Weigerung, mit einer Angestelltenorganisation einen Sozialplan zu unterzeichnen – nachdem zuerst während fünf Sitzungen verhandelt wurde – zeigt deutlich, dass sich das soziale Klima in der Schweiz verschlechtert hat und dass Lloyds und UBP Bankinstitute sind, die sich nicht zur Sozialpartnerschaft bekennen. Die Direktionen der beiden Banken missachten zudem die Angestellten der Bank Lloyds, die mit einer sehr grossen Mehrheit dem SBPV anlässlich der drei Personalversammlungen in Genf, Eysins (VD) und Zürich das Mandat erteilt haben, in ihrem Namen einen Sozialplan zu verhandeln.
Diese Respektlosigkeit zeigte sich konkret in Drohungen, die das Human Resource Management der Bank UBP gegen die Delegationsmitglieder der Angestellten am Ende der letzten Verhandlungssitzung äusserte. Der SBPV verurteilt dieses unprofessionelle Verhalten und wird alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um die Delegierten der Angestellten gegen mögliche Repressalien durch ihre Bank zu schützen.
Zu Beginn der Verhandlungen machten die Direktionen der Bank Lloyds und der UBP eine Reihe von Zugeständnissen, die das Personal gewünscht hatte. Diese blieben aber immer weit von den Forderungen des Personals entfernt. Ohne Sozialplan kann zudem die Umsetzung der geplanten Massnahmen nicht kontrolliert werden.
Der SBPV wird die nächsten Schritte im Interesse der Angestellten der Bank Lloyds und generell aller Bankangestellten prüfen.
Genf, 23. August 2013
Für weitere Auskünfte:
Denise CHERVET, Geschäftsführerin SBPV, Tel. 079 408 92 40
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