Verbesserter Sozialplan bei B-Source verhandelt

17. Juni 2014

Vierzehn von B-Source gekündigte Angestellte können dank Hilfe des SBPV von einem verbesserten Sozialplan profitieren. Die Verhandlungen zwischen der Unternehmensdirektion und ihrem Rechtsanwalt auf der einen Seite und dem SBPV und der Personalvertretung auf der anderen Seite waren erfolgreich und endeten mit einer Einigung.
Der Start war etwas harzig: Die Firma B-Source, welche aus Restrukturierungsgründen plante, vierzehn Angestellte aus dem Bereich Banking Operations zu entlassen, eröffnete kurz vor Ostern das Konsultationsverfahren. Die Direktion wandte sich gleichzeitig an die betroffenen Mitarbeitenden und an die Personalkommission. Diese enthielt jedoch kein Mitglied aus der Westschweiz und war den Betroffenen völlig unbekannt.
Der SBPV erhielt das Mandat, bei der Direktion zu intervenieren. Ziel war eine Verlängerung des Konsultationsverfahrens und die Verhandlung des Sozialplans, dessen Angebot unilateral von der Unternehmung ausgearbeitet worden war. Beide Anträge wurden von der Direktion höflich, aber bestimmt abgelehnt.
Da die Bestimmungen des Konsultationsverfahrens nicht eingehalten worden waren, rief der SBPV die Schlichtungsstelle für Arbeitsverhältnisse des Kantons Genf an, wo am 20. Mai eine Anhörung stattfand. Die Direktion der Firma B-Source akzeptierte in Folge, die Verhandlungen über die Sozialplanmodalitäten wieder aufzunehmen. An der Verhandlungssitzung vom 6. Juni konnte ein akzeptabler Kompromiss zwischen den beiden Parteien gefunden werden.
Nebst den im Sozialplan vorgesehenen Entschädigungen, die bereits einmal auf eine Globalsumme von CHF 150’000.– verbessert worden waren, akzeptierte die Firma, die vierzehn gekündigten Angestellten mit zusätzlich je CHF 4’000.– zu entschädigen. Auch der Bildungsbeitrag wurde auf CHF 4’000.– angehoben und kann vollständig in flüssige Mittel umgewandelt werden, falls der betroffene Mitarbeitende keine Ausbildung machen will oder kann.
Zudem erhalten Mitarbeitende, die kumuliert mehr als fünf Dienstjahre, jedoch nur zwei Monate Kündigungsfrist aufweisen, zusätzlich einen Monatslohn als Entschädigung. Auch Angestellte mit unterhaltspflichtigen Kindern werden mit einem Monatslohn entschädigt. Schliesslich erhält der einzige gekündigte Mitarbeitende mit mehr als zwanzig Dienstjahren eine Entschädigung von zwei Monatslöhnen. Alle betroffenen Angestellten sind mit dem erzielten Resultat zufrieden.
Dieser Erfolg zeigt einmal mehr, dass sich das Engagement des SBPV für die Mitarbeitenden lohnt. Mehr noch kann erzielt werden, wenn die sich solidarisch zeigenden Angestellten aktiv mit dem SBPV zusammenarbeiten wie dieser Fall deutlich zeigt.