Verkauf der Bank Lloyds an die Genfer Privatbank UBP: über 200 Angestellte verlieren ihren Job und ein ungenügender Sozialplan

22. August 2013

Auf massiven Druck des Personals der Bank Lloyds hin starten am 19. Juli 2013 die Sozialplanverhandlungen zwischen Vertretern der Direktionen der Bank UBP und Lloyds und dem Schweizerischen Bankpersonalverband SBPV. Nach fünf Sitzungen, nachdem die Bankenvertreter ihre Position dargelegt hatten, beschloss die Angestelltendelegation dem Personal das Resultat der Sozialplanverhandlungen zu präsentieren. Der Sozialplan enthält spürbare Verbesserungen gegenüber dem anfänglichen Entwurf der Banken, besonders für Personen, die vorzeitig pensioniert werden, und für Angestellte mit unterhaltspflichtigen Kindern. An den drei Versammlungen vom 15. und 16. August in Eysin, Genf und Zürich befand das Personal diese Verbesserungen als ungenügend und verlangte eine Neueröffnung der Verhandlungen.  Mit einer maximalen Abfindung eines Jahressalärs ist der Sozialplan in seiner gegenwärtigen Form besonders für Angestellte mit mittleren und tieferen Einkommen, wovon einige sehr viele Dienstjahre bei Lloyds aufweisen, ungünstig. Viele von diesen Angestellten werden es zudem schwer haben, eine neue Anstellung zu finden. Auch müssen Punkte des Sozialplans verbessert werden, die den schwierigen Lebenssituationen, die aufgrund der Entlassungen entstehen, Rechnung tragen.
Die beiden Banken nahmen Kenntnis von der Entschlossenheit ihrer Angestellten und kündigten eine weitere Verhandlungssitzung für den 23. August 2013 an.