Vontobel schluckt Vescore – SBPV setzt sich erfolgreich für die Angestellten ein

30. September 2016

Ende Juni 2016 wurde von Raiffeisen und Vontobel bekannt gegeben, dass deren Partnerschaft wieder vertieft werden soll. Teil der Vereinbarung war die Übernahme des Assetmanagements der Raiffeisen – Vescore – durch Vontobel. Um Vescore möglichst schnell gewinnbringend zu machen, wurden am 23. August 2016 Restrukturierungsmassnahmen angekündigt. Im Rahmen des angekündigten Stellenabbaus wurde ein Konsultationsverfahren eröffnet und ein freiwilliger Sozialplan angeboten.

In dieser Phase haben sich die Mitarbeitenden der Vescore AG, dem Schweizer Teil des Unternehmens, innert kürzester Zeit organisiert und eine Arbeitsgruppe als provisorische Arbeitnehmervertretung gewählt. Diese wurde mandatiert, die kollektiven Interessen der Belegschaft zu vertreten.  Sie hat sich noch am selben Tag mit einer Vertreterin des SBPV getroffen, um die Möglichkeiten einer Unterstützung seitens des Verbandes zu besprechen. Das Know-how, das Engagement und die Professionalität haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe überzeugt, so dass bereits am nächsten Tag der SBPV mit der Beratung der ANV betraut wurde. Ausserdem traten in kurzer Zeit zahlreiche Mitarbeitende dem SBPV als Mitglieder bei. Da die Vescore AG vier Standorte in der Schweiz hat, ist die Organisation der Mitarbeiter in einer so kurzen Zeit besonders zu begrüssen.

Nachdem der freiwillige Sozialplan auf dem Tisch lag, wurden im Rahmen des Konsultationsverfahrens durch die ANV die Anliegen der Mitarbeitenden der Vescore AG gesammelt, konsolidiert und in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem SBPV priorisiert. Bei den beiden engagierten und konstruktiven Gesprächsrunden zwischen der Arbeitnehmervertretung einerseits, sowie Vescore/Raiffeisen und Vontobel andererseits, war Denise Chervet, Geschäftsführerin des SBPV, eine wichtige Unterstützung. Dank ihrer Erfahrung und der Entschlossenheit der ANV konnten sehr wichtige Verbesserungen des Sozialplanes für alle Betroffenen erzielt werden, insbesondere für die älteren Mitarbeitenden. Der Erfolg lässt sich an einem Kriterium belegen: Der überarbeitete Sozialplan wurde von den Mitarbeitenden einstimmig akzeptiert.