Work-Life-Balance

8. Dezember 2014

Wieso sollte ein Unternehmen Familienpolitik betreiben? Auf den ersten Blick scheint die Familie Privatsache zu sein und nicht eine Angelegenheit der Politik oder der Wirtschaft. Zum Glück denkt nur eine Minderheit so. Heute hat die Familie offiziell den Status einer Institution von öffentlichem Interesse erlangt und erhält als solche Unterstützung in unterschiedlicher Form: Familienzulagen, Subventionen für Krippenplätze, Mutterschaftsversicherung usw. Auch fortschrittlichen Unternehmen befassen sich heutzutage mit Familienfragen. Gründe dafür gibt es viele: auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig bleiben, den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken, Stress durch  Work-Life-Balance abbauen, Image des Unternehmens aufbessern.
Prüfen Sie die Familienpolitik Ihrer Bank mit Family Score
Zahlreiche Banken bieten interessante Vorteile für Familien. Doch, sind diese ausreichend? Wie familienfreundlich ist die Bank wirklich? Entsprechen die Angebote der Bank Ihren Bedürfnisse und diejenigen Ihrer Familie? Was sind überhaupt Ihre Anliegen? Und wie gelangen Sie mit diesen an Ihre Bank?
Pro Familia hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Familienforschung der Universität Freiburg einen Fragebogen erarbeitet, der den Angestellten ermöglicht, sich in Sachen Familienpolitik zu Wort zu melden und ihr Unternehmen zu bewerten. Ermittelt wird damit die Familienfreundlichkeit des Unternehmens, der sogenannte Family Score. Die Teilnahme ist  absolut anonym. Nur Auswertungen mit einer repräsentativen Anzahl Antworten werden den Banken vorgelegt.
Nur dort, wo genügend Angestellte einer Unternehmung an der Umfrage teilnehmen, können Schlussfolgerungen gezogen werden: Diese werden zeigen, wie gut sich die Familienpolitik des Unternehmens mit den Erwartungen und Bedürfnissen des Personals deckt.
Der SBPV unterstützt Family Score. Denn, der SBPV setzt sich für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ein. Mit der Möglichkeit, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen, kann eine wichtige Stressquelle eliminiert werden. Dies gilt für Männer wie für Frauen. Die Notwendigkeit, Eltern zu ermöglichen, berufstätig zu sein und attraktive Arbeitsbedingungen zu geniessen, ist ausserdem eine wirtschaftliche Forderung, die mit  der Überalterung der Bevölkerung einhergeht.
Der SBPV ermutigt Sie, an der Umfrage teilzunehmen und Ihren Arbeitgeber für Ihre Bedürfnisse zusensibilisieren. Pro Familia hat zugesichert, den SBPV zu informieren, sobald sie mit einer Bank Kontakt aufnimmt. Sie wünscht, dass auch Angestellte oder ihre Vertreter an der Präsentation der Auswertungen teilnehmen. Ihre Teilnahme hilft, über mögliche Massnahmen zu entscheiden, die die Familienpolitik der Unternehmung verbessert.
Nehmen Sie jetzt teil
Ende Januar/Anfang Februar werden alle Unternehmungen angeschrieben, die evaluiert worden sind. Diese werden ermutigt, ihre Familienpolitik zu überprüfen. Es ist also jetzt der Moment, sich zu diesem Thema zu äussern und Ihre Bedürfnisse vorzubringen.
Weitere Informationen finden Sie unter  www.jobetfamille.ch> oder www.familyscore.ch>